Selbstportrait-Studie die Erste

Selbstportraits sind mitunter eine der fotografischen Disziplinen, die ich am meisten mag. Manch einer mag behaupten, dass dafür eine ziemliche Arroganz und Egozentrik vorhanden sein muss. Nun, dieses Urteil bleibt jedem selbst überlassen – für mich sind sie vielmehr eine Form von künstlerischer Ausdrucksweise, die ich nur auf diese exakt eine Weise wiedergeben kann. Sie bringt logistische Schwierigkeiten mit sich, bringt mich zum Überlegen, wie ich mich in Szene setze. Sie lässt mich gleichzeitig den Mut dazu finden, mich so zu zeigen, wie ich es möchte. Denn, und das glaubt mir sowieso keiner: Ich bin kein großer Fan davon, vor der Kamera zu stehen. Doch wenn ich mein eigener Regisseur bin, verfliegt diese Aversion und lässt zum Teil ziemlich wilde Serien entstehen (with more and even wilder ones to come).

 

So zeigt die erste Reihe einen Mix aus Langzeitbelichtung und meinem Licht, welches ich ruckhaft während der Belichtung hin und her bewegt habe. Ich habe mal gelesen, dass das Ganze als „Lightpainting“ bezeichnet wird – man hätte es allerdings auch „verrückter Kerl wedelt wie ein Wilder mit einem Licht umher“ nennen können, wenn Sie mich fragen. Dennoch bin ich mit den Ergebnissen sehr zufrieden und plane, hiermit in nächster Zeit vermehrt zu arbeiten.

Die nächste Reihe war mir eine Herzensangelegenheit. So ist die Musik neben Film und Fotografie meine zweite große Liebe und ich musste unbedingt beide miteinander kombinieren. Die weiße Box, die irgendwann einfach mal in meinem Leben auftauchte, hat dabei auch einen echt guten Job gemacht.

Die nächste Serie ging mit dem Kauf meines ersten Lichts einher. Ich erinnere mich noch, als wäre es gestern gewesen, wie sehr ich gestaunt hatte, was damit alles möglich ist. Natürlich konnte ich es mir nicht nehmen lassen, auch mal weg vom Standard, dem weißen Licht, zu gehen. 

Schwarz und Weiß. Tolle Sache. Und vielleicht erkennen Sie mittlerweile ein Muster hinter meinen Selbstportraits: Ich blicke gerne nachdenklich durch die Gegend. Das tue ich übrigens auch ohne Kamera. Gibt schließlich immer etwas Interessantes, über das man sich den Kopf zerbrechen kann. 😉

Für die letzte Serie des Tages präsentiere ich noch ein paar Business-Bilder in Kombination mit weiteren künstlerischen Spielereien (als wäre es je anders). Was mir dabei kam, ist, wie krass eine Brille ein Gesicht verändert. Zwar wurde das mit Brille am Ende mein Profilbild auf diversen Business-Plattformen wie LinkedIn – dennoch mal eine interessante Sache zu sehen. Vielleicht ein Apell, mir mal Kontaktlinsen zu holen.